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Geschichte

Publikationen und Methoden zum Thema Buchfalten

Das verfalten von Büchern ist keine asiatische bzw. japanische Faltkunst.

Publikationen

Es folgt eine Auflistung und kurze Beschreibung aller Publikationen die sich ausschließlich mit dem Verfalten von Magazin oder Buchseiten beschäftigen.
Zudem werden alle die Publikationen erwähnt die etwas zum ersten Mal publiziert haben, was sich auf das Verfalten von Magazin oder Buchseiten bezieht. Es werden in der Auflistung keine E-Books oder Internetseiten aufgelistet.

1964

Folded Magazine Projects

Die erste mir bekannte Veröffentlichung über das Verfalten von Büchern in dreidimensionale Objekte, ist das 1964 publizierte Magazin „FOLDED MAGAZINES PROJECT“ von Aleene Jackson. In diesen 11 Seitigen Magazin wird beschreiben wie Magazine (Illustrierte Zeitschriften) in ein 3D-Objekte gefaltet werden können. Es sind 14 unterschiedliche Objekte enthalten. Da Magazine(Zeitschriften) ein anderes Format haben als Bücher lassen sich die Objekte nicht alle mit einem Buch falten. Alle beschriebenen Objekte sind nur zu erkennen wenn sie zusätzlich dekoriert werden.

Spring Projects Folded Magazines

Im gleichen Jahr kam auch noch das „SPRING PROJECTS Made of FOLDED MAGAZINES“ von Aleene Jackson heraus. Weitere 1966 und 1967 von Aleene Jackson veröffentlichte Magazine waren
„Projects Made of FOLDED MAGAZINES“ und „More FOLDED MAGAZINE PROJECTS".

Zu Aleene Jackson, die 1949 das erste Bastelset herausgebracht hat und schon 1951 ihren eigene Bastel-TV-Show hatte, gibt es hier mehr zu lesen Aleene Jackson Craft Museum.

1973-2014/2016

Zwischen 1973 und 2016 gibt es keine weitere bekannte Publikation die sich ausschließlich mit Bücher oder Magazin Faltungen beschäftigt. Alle Publizierungen bis 2016 hatten zudem immer noch andere Bastel- oder Buch-Objekte. Es gibt bis 2014 auch keine Publikation über neue Objekte.

März 2014

Wir lieben Papier Cover

Wir lieben Papier

Die erste mir bekannte Publikation über das Falten von Schriftzügen und Symbole (Herz) in die vordere Sichtkante eines Buches, ist das im März 2014 publizierte Buch „Wir Lieben Papier“. Dominik Meissner beschreibt mittels Grafikvorlagen wie Schriftzüge und Symbole in Bücher gefaltet werden können.

September 2014

Artfolds® Love

Reader’s Digest Association bring im September 2014 sechs Faltbücher unter der Marke „Artfolds®“ heraus. Diese Bücher sind mit Markierungen Versehen, sodass diese direkt verfaltet werden können.
Mit diesen ersten Faltbüchern können die Schriftzüge „Love“ und „Joy“ sowie die Symbole "Snowflake“, „Mickey Mouse“, „Heart“ und „Chrismas Tree“ gefaltet werden. Weitere Faltbücher folgten im März und September 2015.

September 2015

Papier-Objekte aus alten Büchern

Im September 2015 wurde das Buch „Papier-Objekte aus alten Büchern“ von Anka Brüggemann veröffentlicht. In dem 168 seitigem Buch, werden in dem 4 Kapitel beschreiben wie Schriftzüge auf Millimeterpapier aufgezeichnet werden. Vom Millimeterpapier werden die Schriftzüge abgemessen und die Werte in eine Tabelle eingetragen. Die Werte der Tabelle werden dann auf die Buchblätter übertragen. Da der Schriftzug auf dem Millimeterpapier eine Grafikvorlage darstellt ist es eine Übertragung der Grafikvorlage auf die Messvorlage. Da Frau Anka Brüggemann ausführlich die Messmethode beschreibt und das Buch weitere sehr interessante Buchobjekte hat ist es ein Muss für jeden Bücherfreund und sehr zu empfehlen.

Januar 2016

Orimoto Faltkunst für Bücherfreunde

Orimoto Faltkunst für Bücherfreunde

Orimoto Faltkunst für Bücherfreunde“ ist das erste Buch welches sich ausschließlich um das Verfalten von Büchern widmet. In diesem 144 seitigem Buch wird von Dominik Meissner auch zum ersten Mal beide Methoden (Mess- und Grafik-Methode) beschrieben. Zudem werden hier die Faltmethoden 45° Falten, 45° Schneiden und Falten, 180° Schneiden und Falten beschrieben. Alle Faltungen und Dekorationen in diesem Buch wurden von Frau Anja Schachtner durchgeführt.


Methoden

Es folgt eine Auflistung und kurze Beschreibung aller Methoden und deren Entstehungsgeschichte.

1999

Nach einigen Versuche direkt auf den Buchblock zu zeichnen, hat Dominik Meissner angefangen die Objekte auf Millimeterpapier zu zeichnen und diese dann in das Buch zu übertragen. Beides ist sehr ungenau sodass er sich die ersten Grafikvorlagen mittels eines einfachen Grafikprogramms erstellt hat.

2001

Als Informatiker lag es für ihn nahe die Grafikvorlagen über ein Computerprogramm erstellen zu lassen. So wurde die erste Orimoto®-Programm Version 2001 erstellt. Diese Version hatte nur zwei Eingabefelder
- Letzte Seitenzahl und
- Bilddatei
Das Programm konnte nur Linien mit Pagina auf die Bilddatei zeichnen.

2013

Die zweite weiterentwickelte Orimoto®-Programm Version wurde 2013 im Hinblick auf das Buch „Wir lieben Papier“ für die Öffentlichkeit freigegeben. Sie hatte schon ein paar Felder mehr.

2014

Auf mehreren Nachfragen hin wurde die Mess-Methode 2014 in das Orimoto-Programm mit aufgenommen. Sie kommt wohl aus dem britischen Raum, da sie zu der Zeit dort nur verwendet wurde. Da die Mess-Methode die Unterbrechungen eines Objektes auf einer Buchseite mit Position/Werte in einer Tabelle ausgibt, wurde zeitgleich die unterbrochene Grafik-Methode in das Orimoto®-Programm mit aufgenommen.
Der grundlegende Unterschied zwischen der britischen Mess-Methode und der Mess-Methode im Orimoto®-Programm ist, dass bei der britischen Mess-Methode einzelne Buchstaben zu Wörtern in ein Buch gefaltet werden. Das heißt pro Zeichen wird eine fixe Anzahl von Buchblättern benötigt. Reichen die Blätter des Buches nicht aus wird es zerschnitten und ein zweites angeklebt oder umgekehrt überschüssige Blätter werden heraus getrennt. Bei der Orimoto® Mess-Methode, die aus der Orimoto® Grafik-Methode abgeleitet ist, wird das gewünschte Wort auf das bestimmtes Buch bzw. Buchblatt Anzahl angepasst. Ein weiterer Unterschied ist, dass die britischen Mess-Vorlagen immer eine Durchnummerierung per Buchblatt hat (1, 2, 3, 4, …) und die Orimoto® Mess-Vorlage ein Durchnummerierung per Pagina (1, 3, 5, 7, ...) hat. Siehe auch „180° Faltung“ weiter unten.

2015

Bis 2015 gab es nur die Faltart „45° nur Falten“. Jedes Buchblatt wurde mit einem oder zwei Eselsohren versehen. Pro Buchblatt ist hier immer nur eine Unterbrechung sichtbar und faltbar. Es wurde noch nicht im engeren Sinne geschnitten. Es wurde zwar schon der komplette Buchblock mittig zerschnitten, damit Zweizeiler gefaltet werden können, aber dieses Zerteilen ist wie das Falten zweier kleiner Bücher die dann aufeinandergestapelt werden. Bei diesem Zerteilen entsteht eine sichtbare Schnittkante die oft durch ein Band oder anderen Deko-Objekten kaschiert wird.

Januar 2015

Am 28. Jun. 2015 wurde die erste „Faule Faltung“ von Frau Anja Schachtner veröffentlicht. Bei dieser Faltart wird nur jede zweite Buchseite gefaltet. Der Name „Faule“ ist aus Spaß entstanden, es ging eigentlich darum schnell ein Geschenk herzustellen. Im Englischen nennt sie sich "Fast fold".

Juli 2015

Um mehrere Unterbrechungen auf ein Buchblatt zu falten wurde die Faltart „45° Schneiden“ von Dominik Meissner entwickelt. Bei dieser Faltart wird zwischen zwei Unterbrechungen mittig eingeschnitten. Somit sind mehrere Eselsohren auf ein Buchblatt möglich. Das Orimoto®-Programm wurde zeitgleich um diese Faltart erweitert.

August 2015

Zwei Wochen nach dem Einstellen der Faltart „45° Schneiden“ im Orimoto®-Programm hat Frau Anja Schachtner nicht mittig zwischen den Unterbrechungen geschnitten sondern die Unterbrechungen selbst und diese um 180° umgefaltet. So ist die Faltart „180° Schneiden“ entstanden. Hier in der Pfote das M noch in Kombination mit der klassischen Orimoto® Faltung 45 Grad ohne schneiden.

Da Frau Schachtner zu dieser Zeit alle Buchobjekte für das Buch „Orimoto: Faltkunst für Bücherfreunde“ im Auftrag faltete und dekorierte, wurde diese Faltart noch kurzfristig in das Buch aufgenommen. Im Orimoto®-Programm war die Vorlage als Grafik-Methode schon enthalten, wurde aber neu auch als Mess-Methode aufgenommen.

Das erste nur mit der Faltart „180° Schneiden“ veröffentlichte Kirimoto Buch „B“ von Anja Schachtner kam Ende Aug. 2015 im Sozialen Netzwerk so gut an, dass diese Faltart aus dem Orimoto®-Programm heraus von anderen Faltern und Konkurrenzprogrammen kopiert wurde. Dabei ist aberfolgender Interpretationsfehler entstanden: Das Orimoto®-Programm erstellt die Vorlagen immer mit der Pagina (1, 3, 5, 7, …) als Seitennummerierung. Da die, die es kopiert haben, eine Durchnummerierung per Buchblatt angenommen haben, haben sie nur jedes zweite Buchblatt geschnitten.

Mit der „180° Schneiden“ wurden auch Bücher mit unterschiedlichen Schnitttiefen hergestellt.

Dezember 2015

Die Faltart „90° Schneiden“ wurde im Orimoto®-Programm veröffentlicht. Die Idee dazu besteht zwar schon seit Anfang 2015 aber die programmiertechnische Umsetzung und die Beschreibung dazu haben etwas mehr Zeit in Anspruch genommen. (Foto und Faltung von P. Schröder, Grafik von R. Schnippchen)

Februar 2016

Die Faltart „180° einseitig geschnitten“ wurde zwar schon im Dezember 2015 in das Orimoto Programm mit aufgenommen, aber erst jetzt aktiviert und vorgestellt. In dem Zuge wurden weitere 21 Faltarten vorgestellt, die sich von den bestehenden ableiten lassen.
Alle drei Buchblockkanten können für die Faltart „180° Schneiden“ Verwendet werden. Das erste "3 Seiten Buch" wurde von Anja Schachtner vorgestellt.

2014 wurden zwar auch schon Bücher gefaltet, bei denen die oben und vorne Buchblockkante gefaltet wurde, aber dafür wurden zwei Vorlagen benötigt. (Foto www.lichtpunkt.cc)