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Origami Grundlagen

Origami Grundlagen

Die Origami Grundlagen beziehen sich hier auf die Origami Grundformen, Papiereinteilungen, regelmässige Polygone, Origami Drehfaltung und Origami Matematik. Die mittlerweile standardisieren Faltsymbole sind in jeder Faltanleitung erklärt und werde hier nicht aufgeführt.

Falten oder Falzen
Falten ist das Erzeugen einer scharfen Knickkante (Faltlinie, Faltbruch) ohne Hilfsmittel. Wird dazu eines Werkzeugs z.B. ein Falzbein verwendet, spricht man von Falzen (Falzlinie, Falzbruch).
Es gibt auch noch die Bezeichnungen knicken, kniffen, umknicken, umschlagen, zusammenlegen.

Die in der Anleitung gezeigten Falzungen werden üblicherweise für Flyer bzw. Werbeflyer verwendet. Papier falten oder falzen [44 KB]

Für den achtseitigen Flyer bzw. das Flyer Buch ist ebenfalls eine Faltanleitung vorhanden. Flyer-Buch [43 KB] .
Wenn man davon ausgeht da beim Origami nicht geschnitten werden darf, ist das Flyer-Buch keine Origami-Buch.

Kahari Papier

Meine Origami-Objekte werden teilweise aus Kahari Papier hergestellt. Es ist ein handgeschöpftes säurefreies Papier aus dem Nepal. Das Papier besteht aus 100% Seidelbast. Von den Einheimischen wird der Seidelbast auch Lokta genannt, da sie ihn in ca. 2000 bis 3500 Meter höhe vom Loktabusch ernten. Die Naturfarben ergeben sich aus den Pflanzenfarben Catechu, Granatapfel, Indigo, Macheto, Safran, Tee, Walnussschalen. Die kräftigen Farben bestehen aus synthetischen Farbstoffen.
Nur das Kahari Papier ist gesetzlich in Nepal für Urkunden und Dokumente zugelassen. Zwei Gründe dafür sind:
Das Papier wird von Insekten gemieden (es hat einen antiseptischen Charakter).
Ca. 600 Jahre alte Papierfunde aus Nepal, die noch lesbar sind.
Das Papier läßt sich sehr gut falten. Beim Nass-Falten (Wet-Folding) behält es seine Farbe und reißt nicht. Kahari Papier ist ca. 8 mal reißfester als Baumwolle.

Kitachisi Kozo Papier

Das Kitachisi Kozo Papier, welches ich ebenfalls für Origami-Objekte verwende, ist ein feinfaseriges Washi (Japanpapier) und besteht aus 65% Holzfaserbrei und 35% Kozo. Es ist ein handgeschöpftes säurefreies Papier. Da es eigentlich für die Kalligrafie hergestellt wird, ist es sehr saugfähig. Es läßt sich nicht für Nass-Falten verwenden.

Hakuryu Papier

Wird ein Origami-Objekt gerahmt, verwende ich als Hintergrund oft das leichte Hakuryu Washi (Japanpapier). Es hat ein Gewicht von 7,5 g/qm und besteht aus Kunstseide und Holzfaserbrei.

Geldscheine

Geldgeschenke werden aus original Geldscheinen hergestellt. Euro Geldscheine bestehen aus Baumwollpapier. Bei einigen Origami-Geldobjekten ist der Geldschein als solches nicht mehr zu erkennen.
Wird für Werbezwecke nur ein Foto von einem Origami-Geldobjekt benötigt, verwende ich Baumwollpapier auf welches der Geldschein beidseitig gedruckt wird. Aus rechtlichen Gründen ist die Kopie des Geldscheines um 250% vergrößert. Durch das Baumwollpapier und durch den sehr guten Druck sind Unterschiede auf einem Foto nur im direkten Vergleich zu erkennen. Ein weiterer Vorteil eines um 250% vergrößerten Geldscheins ist, dass sich aus größerem Papier mehr Details falten lassen, und zudem lassen sich bestimmte Geldscheinsymbole (Euro, Hologramm etc.) vor dem Druck so verschieben, dass sie besser zum Origami-Geldobjekt passen. Die vergrößerten Geldscheine werden von einer Druckerei hergestellt.

Kunststoffgeldscheine werden auch Polymer-Banknoten genannt. Seit 1999 haben die drei Länder Australien, Neuseeland und Rumänien ihren vollständigen Bargeldbestand in Polymer-Banknoten umgestellt. Kanada wird 2013 seinen komplette Bargeldbestand umgestellt haben.

Lampenfolie

Lampenfolie bzw. Lampenpapier ist dick und hitzebeständig. Beim Falten von Lampenfoliemuss muss darauf geachtet werden keine unnötigen Falten in das Papier zu falten, da diese nicht mehr herausgehen und durch das Licht später sichtbar sind. Des weiteren kann Lampenpapier sehr schlecht umgefaltet werden, d.h. aus einer Bergfalte kann schlecht eine Talfalte gefaltet werden.